Das richtige Fluglevel wählen

Eine der größten Herausforderungen bei der Einführung neuer Arbeitsweisen ist es die „richtigen Fluglevel“ zu berücksichtigen. Egal ob es darum geht, Feedbackgespräche, eine neue Software oder agile Arbeitsweisen einzuführen. Das Grundproblem bleibt oft das gleiche.

Die Erneuerung soll z.B. oft erstmal nur für die Teamebene gelten, wobei die Koordinierungsprozesse aber möglichst nicht angepasst werden sollen. Auf Teamebene werden Kommunikationsseminare angeboten, die Manager geben den Druck, den sie selbst bekommen, trotzdem ungefiltert nach unten weiter. Die Teams sollen agiler (und vor allem schneller) werden, die gesamten Anforderungs- und Genehmigungsprozesse, werden aber nicht in Frage gestellt.

Die Erfolgsaussichten all dieser, gut gemeinten, Verbesserungsinitiativen sind voraussehbar. Entweder sie scheitern oder sie haben deutlich weniger Erfolg als erhofft oder prognostiziert.

Doch woran liegt das?

Die Gründe dafür sind fast immer dieselben: Es wird auf dem falschen Fluglevel agiert. Wir versuchen auf Teamebene etwas zu retten, was auf Managementebene verbrochen wurde. Und die Manager versuchen zu koordinieren, was auf Strategieebene nicht priorisiert wurde.

Daher ist es wichtig von Anfang an zu analysieren, wo eigentlich die Probleme in einer Organisation liegen und sie dort auch anzugehen. Was nützt eine Teambuilding-Maßnahme, wenn der Druck im Alltagsgeschäft einfach zu hoch ist. Was nützen Koordinierungsmeetings, wenn die Strategie nicht klar ist.

Die drei Fluglevel in einer Organisation sind:

  • Das Strategische Portfoliomanagement
  • Das Koordinations-Level und
  • Das Team-Level

 

Auf der obersten Ebene werden strategische Entscheidungen zur allgemeinen Unternehmensentwicklung und dem Organisationsportfolio getroffen (Topmanagement).

Auf der mittleren Ebene wird das Portfolio und die Arbeit zwischen den einzelnen Abteilungen, Bereichen, Silos, Teams oder Organisationseinheiten koordiniert (Mittleres Management).

Und auf der untersten Ebene arbeiten die Teams an der konkreten Umsetzung von Projekten, Initiativen oder dem Tagesgeschäft.

 

Je weiter oben im System Entscheidungen oder Verbesserungsmaßnahmen getroffen werden, desto größer ist der Hebel und desto positiver oder negativer die Auswirkungen auf die gesamte Organisation.

Wenn Sie nun also innerhalb ihrer Organisation agiler oder auch einfach „nur besser“ werden wollen, dann wird es sich am meisten lohnen, mit Maßnahmen auf der strategischen Portfoliomanagement Ebene zu beginnen. Visualisieren sie ihre verschiedenen Initiativen, begrenzen sie ihren „Work in Progress“, machen sie also nicht alles gleichzeitig und setzen sie klare Prioritäten, was Ihnen wirklich etwas bringt und was eigentlich nur „Nice-to-have“ ist.

Wie sie das machen, zeigen wir ihnen hier.

Denn wie sagt Klaus Leopold, der Fluglevel-Vordenker schon:

“In the beginning you need only one agile team:

Top Management.“

 

Haben Sie Fragen zum weiteren Vorgehen? – Sprechen Sie uns an!

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