Pflege der Scrum-Artefakte

Jegliche Handlungen innerhalb eines Systems unterliegen einer bestimmten Denkart, welche alltägliche Aktionen prägt und beeinflusst. Auch in Scrum gibt es solche Grund-Elemente: Transparenz, Überprüfbarkeit, und Anpassung. Um diese drei Scrum-Säulen zu erhalten, gibt es drei sogenannte Artefakte, welche zu pflegen sind:

  1. Product Backlog
  2. Sprint Backlog
  3. Produkt Inkrement

Der Scrum Master ist für die generelle Pflege der Artefakte verantwortlich. Dies bedeutet, dass er dafür sorgt, dass die Artefakte durch den Product Owner und das Developer Team angemessen gewartet und optimiert werden. Ist dies nicht der Fall, hilft der Scrum Master dem Team die Artefakte besser zu pflegen. Für die eigentlichen Inhalte ist der Scrum Master jedoch nicht verantwortlich. Wer pflegt also die Inhalte der Scrum Artefakte?

Zunächst einmal, müssen die Artefakte zu jeder Zeit aktuell, detailliert und selbstverständlich korrekt sein. Da sich zum Beispiel die Anforderungen an ein Produktes jederzeit ändern können, muss das Product Backlog kontinuierlich vom Product Owner angepasst werden. Zudem verändern sich Rahmenbedingungen und Details des Produktes, und man lernt mehr über das Produkt. Dementsprechend eröffnen sich dem Product Owner und dem Developer Team neue Produkt-Merkmale. Diese müssen im Product Backlog festgehalten werden. Hauptaufgabe bezüglich des Product Backlogs ist also die andauernde Aktualisierung der Merkmale und die Anpassung der Anforderungen. Die Pflege des Product Backlogs wird gewährleistet durch die andauernde Optimierung und Aktualisierung der einzelnen Elemente und deren Rang in der Liste des Product Backlogs.

Ein gepflegtes Product Backlog ist auch wichtig für das Sprint Backlog, da Einträge aus dem Product Backlog in das des Sprints übertragen werden. Auch hier ist es am wichtigsten, dass alle Einträge stets aktuell und korrekt sind. Das Entwicklungsteam ist verantwortlich für die Pflege und Bearbeitung der Elemente im Sprint Backlog. Ein korrekt geführtes Sprint Backlog ist wichtig, da es den Fortschritt der einzelnen Arbeitsschritte und die damit verbundene geschätzte Arbeitszeit festhält. Sollte das Entwicklungsteam feststellen, dass ein bestimmter Eintrag an Wert verliert oder zunimmt, so muss es das Sprint Backlog diesbezüglich anpassen. Dadurch behält man den Überblick über alle Elemente und eine realistische Schätzung der zu erledigenden Arbeit. Die Pflege des Sprint Backlogs ist wichtig, da durch die ständige Aktualisierung eventuelle Zielverfehlungen und Probleme erkannt werden können.

Das Letzte der drei Artefakte ist das Product Increment. Hier ist es besonders wichtig sicher zu stellen, dass das Produkt Inkrement nach einem Sprint ‚Done‘, also einsatzfähig und prinzipiell auslieferbar ist. Werden unvollständige Einträge als ‚Done‘ bezeichnet und somit dem Product Increment beigefügt, kann dies zu Schwierigkeiten in späteren Sprints führen.

Die Pflege der Scrum-Artefakte lässt sich also in drei Worten zusammenfassen: Transparenz der Listen, kontinuierliche Aktualisierung des Arbeitsfortschritt, und Lernen (verbessern und verändern).

Noch Fragen bezüglich der Scrum-Artefakte? Sprechen Sie mit uns!

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